Auf dem Jakobsweg pilgern

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Auf dem Jakobsweg pilgern

Der Jakobsweg zieht jedes Jahr tausende von Menschen an, die auf ihrer Pilgerreise neue, innere Kraft schöpfen möchten. Doch bevor Sie sich auf dieses schöne und zugleich spirituelle und kulturelle Abenteuer einlassen, sollten einige Vorbereitungen getroffen werden. Hier ein paar praktische Ratschläge...

DIE VORBEREITUNG

  • Zunächst sollten Sie sich die Frage stellen, ob Sie allein oder mit einem oder mehreren Freunden pilgern möchten. Natürlich, selbst wenn man sich allein auf den Weg begibt, trifft man unterwegs auf dem Jakobsweg doch immer Gleichgesinnte. Wenn Sie sich entscheiden, mit Freunden zu pilgern, sollten Sie sich unbedingt sehr gut mit ihnen verstehen und den Wunsch verspüren, dieses emotionsreiche Abenteuer mit ihnen zu teilen.
  • Sie müssen dann in Abhängigkeit der Zeit, die Ihnen zur Verfügung steht, Ihre Strecke festlegen. Durchschnittlich sollte man rechnen, dass man bei einer Gehgeschwindigkeit von 3 bis 4 Stundenkilometern ca. 4 bis 5 Stunden am Tag laufen kann. Je nach körperlicher Verfassung kann man natürlich mehr oder weniger weit kommen. Wenn Sie den gesamten Jakobsweg in einem Mal ablaufen möchten, müssen Sie etwa 3 Monate einplanen, aber es ist natürlich möglich, den Weg in einzelnen Teilabschnitten zu pilgern und jedes Mal ab dem Ort weiterzulaufen, wo man zuletzt aufgehört hat. Wenn Sie Ihre Strecke festlegen, vergessen Sie auch nicht, die Infrastrukturen wie Herbergen und Sehenswürdigkeiten zu berücksichtigen.
  • Planen Sie auch Ihre Rückreise, die mit dem Flugzeug, Zug, Auto oder auch - für die ganz Mutigen - zu Fuß über die Route der Kantabrischen Küste erfolgen kann.
  • Das Budget für Ihren Pilgerweg hängt von der gewählten Unterkunft und Verpflegung ab. Die Herbergen und Restaurants, die den Pilgern vorbehalten sind, bieten sehr günstige Preise an. Auch ein Zelt und ein Gaskocher können die Ausgaben verringern.
  • Auch die Wahl der Jahreszeit sollte nicht vernachlässigt werden. Auch wenn der Weg das ganze Jahr über begehbar ist, sind die Bedingungen doch nicht die gleichen: Die Tage im Winter sind kürzer und manche Herbergen sind in den Wintermonaten geschlossen. Dunst, Nebel und sogar Schnee können erschwerend hinzukommen. Andererseits ist es im Sommer sehr heiß, gewittrig und der Touristenandrang erreicht seinen Höhenpunkt. Die Zwischensaisons (Frühling und Herbst) scheinen demnach am besten geeignet.
  • Um beweisen zu können, dass man ein Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela ist, muss man sich vor der Abreise den Pilgerausweis "Credencial del peregrino" bei einer der Jakobswallfahrt verpflichteten Organisation wie der deutschen St. Jakobus Gesellschaft besorgen, der bei jeder Etappe abgestempelt wird. Er muss in den meisten Herbergen vorgezeigt werden und erleichtert die eventuell notwendig werdende Hilfe bei zivilen und religiösen Behörden.
  • Die körperliche Vorbereitung ist besonders wichtig. Idealerweise laufen Sie bereits in den Wochen vor der Abreise mit einem ähnlichen Gewicht wie dem des Rucksacks auf dem Rücken. Denken Sie auch daran, Ihre Pilgerschuhe einzulaufen sofern sie noch neu sind.

DAS MATERIAL

  • Das gesamte Material muss optimal bedacht werden, damit das Gesamtgewicht so gering wie möglich bleibt. Besonders nach einer bereits langen Gehstrecke ist das Laufen mit wenig Gewicht einfach leichter. Bei Frauen sollte der Rucksack im Allgemeinen nicht mehr als 10 kg und bei Männern nicht mehr als 12 kg wiegen. Berechnen Sie auch das Gewicht Ihrer Wasserflasche und eventueller Verpflegung mit ein.
  • Sie können unterwegs quasi alles kaufen (Kleidung, Medikamente etc.). Nehmen Sie also keine Sachen "für den Fall der Fälle" mit.
  • Die Auswahl eines guten Rucksacks ist wichtig. Er sollte der einzige Gegenstand sein, bei dem das Gewicht eine lohnende Investition ist, wenn das einen besseren Komfort verspricht. Er sollte auch mit Gewicht anprobiert werden.
  • Die Laufschuhe müssen von guter Qualität sein. Zu den Auswahlkriterien gehören Leichtigkeit, guter Halt des Knöchels und Wasserundurchlässigkeit.
  • Gute Socken verhindern die Bildung von Blasen. Es gibt doppellagige Socken oder solche aus Boucléwolle, die beim Gehen komfortabler sind.
  • Ein Teleskop-Wanderstock kann nützlich sein, um Anstrengungen beim Bergauf- und Abgehen und beim Überqueren von kleinen Bächen erleichtern. Auch bei Verstauchungen kann er das Laufen unterstützen. Noch dazu ist er ein gutes Abwehrmittel gegen streunende Tiere.
  • Nicht-französische Pilger sollten bei Ihrer Krankenversicherung um die Ausstellung einer Europäischen Versichertenkarte bitten, um im Bedarfsfall die Kostenerstattung zu vereinfachen.
  • Weitere wichtige Gegenstände, die der Pilger einpacken sollte, sind:
  • Leichte Kleidung, eventuell aus Goretex oder Fleece
  • Schlappen, Pantoffeln oder dicke Socken, um abends die Füße zu entspannen
  • Sonnencreme, Sonnenbrille, Sonnenhut
  • Wasserflasche
  • Reiseapotheke
  • Ausreichend detaillierte Straßenkarte für den geplanten Weg

DIE UNTERKUNFT

  • Sie finden entlang des Jakobsweg zahlreiche Unterkünfte: Hotels, Herbergen, Etappenunterkünfte, Gästezimmer und Campingplätze. Die Pilgerunterkünfte sind in den speziellen Pilgerführern angegeben.
  • In der Hochsaison sollten Sie Ihre Unterkunft rechtzeitig reservieren.
  • Wenn alle Herbergen ausgebucht sind, können Sie sich an die Gemeinde, das Rathaus oder die Gendarmerie wenden, die immer einen Ort zur Übernachtung für Sie finden, wenn auch manchmal mit spärlichem Komfort.

DIE WANDERUNG

  • Um gut wandern zu können, muss man sich gut ernähren. Ein ordentliches Frühstück ist unerlässlich. Tragen Sie immer eine Kleinigkeit zu Essen bei sich (Schokolade, Trockenobst, Müsliriegel), um die verbrannten Kalorien aufzuladen und Unterzuckerung zu vermeiden. Für abends sollten Sie für die Aufnahme von komplexen Kohlenhydraten Mahlzeiten wie Nudeln oder Reis bevorzugen.
  • Im Sommer sollten Sie früh morgens aufbrechen, um die Mittagshitze zu meiden. Wenn Sie früh am Tage an Ihrem Etappenzielort ankommen, lässt Ihnen das zudem Zeit, sich auszuruhen, die Stadt zu besichtigen oder in Ruhe die nächste Etappe vorzubereiten.
  • Schützen Sie sich mit einem Hut und Brille vor der Sonne und tragen Sie alle zwei Stunden ein Sonnenschutzmittel auf.
  • Trinken Sie viel und oft Wasser, um Wassermangel, Krämpfe, Sehnenentzündungen oder einfach Müdigkeit zu vermeiden. Trinken Sie, bevor Sie Durst verspüren. Bei den Bewohnern der Dörfer, die Sie durchqueren, können Sie immer darum bitten, Ihre Wasserflasche mit Leitungswasser aufzufüllen. In Parks und auf Friedhöfen findet man auch teilweise Wasserhähne mit Trinkwasser. Trinken Sie auf keinen Fall das Wasser aus Bächen oder Flüssen, das Bakterien enthalten kann.
  • Um Druckstellen und Blasen zu vermeiden, sollten Sie zwei Paar dünne Socken übereinander tragen.
  • Pflegen Sie jeden Abend gut Ihre Füße. Hochlegen, massieren, in kaltes oder warmes Wasser tauchen. Pieken Sie Blasen auf und versorgen Sie sie.
  • Für eine gute Stimmung auf dem Jakobsweg denken Sie bitte daran, die anderen Pilger, die Bewohner der Städte, die Händler und Freiwilligen, die Sie entlang Ihres Weges treffen, immer mit Respekt zu behandeln.

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